"Was die Region bewegt": Polittalk beim politischen Ascherdonnerstag mit Kandidaten Burgmaier und Gartner in Wasserburg

27. Februar 2018

Die kommende Wahl im Blick: "Was bewegt die Region"?, fragten Landtagskandidatin Alexandra Burgmaier und Bezirkstagskandidat Werner Gartner in Wasserburg.

Es ist noch etwas hin bis zum 14. Oktober dieses Jahres, wenn Landtag und Bezirkstag in Bayern neu gewählt werden. Dennoch stand der traditionelle Ascherdonnerstag der Wasserburger SPD schon aufgrund der Rednerliste mit Alexandra Burgmaier und Werner Gartner ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahlen. Burgmaier ist stellvertretende Landrätin und SPD-Kreisvorsitzende im Landkreis Rosenheim und bewirbt sich um ein Landtagsmandat. Gartner ist Stadtrat, zweiter Bürgermeister in Wasserburg, Kreisrat und kandidiert als Bezirksrat für den Bezirk Oberbayern.

Beide gaben einen Abriss zu ihren derzeitigen politischen Aufgaben im Kreistag und wo sie ihre zukünftigen Ziele im Bezirkstag und Landtag sehen, sollte ihre Kandidatur erfolgreich sein. Anschließend wurde mit den Zuhörern diskutiert. Man war sich einig, das insbesondere die Wohnungsknappheit und der stetig zunehmende Verkehr zentrale Probleme seien, für die es dringend neue Lösungsansätze brauche. "Dass der Landkreis jetzt auch beim Thema Wohnungsbau aktiv wird, ist dem Vorstoß der SPD-Kreistagsfraktion zu verdanken, so Burgmaier. Ebenso sei mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für die Stadt und den Landkreis Rosenheim der Weg für ein neues, konkretes Mobilitätskonzept geebnet worden, so die stellvertretende Landrätin. Es soll bis 2019 fertig gestellt werden. Neben den klassischen Themen wie der Vernetzung des ÖPNV mit allen anderen Verkehrsmittel werden darin auch Zukunftsszenarien wie beispielsweise autonomes Fahren berücksichtigt.

Burgmaier machte aber auch deutlich, dass politische Entscheidungen nicht nur von einer Fraktion alleine getroffen werden. Vielmehr gelte es zu schauen, wie man die anderen Gruppierungen für Projekte gewinnen kann. „So stelle ich mir Politik auch im Landtag vor, nur so bewegt sich etwas für die Bürger“, ist Burgmaier überzeugt. Völlig unverständlich sei für sie hingegen, dass trotz der bereits bestehenden Wohnungsnot noch im Jahr 2013 unter Finanzminister Söder 33000 staatliche Wohnungen in Bayern an ein Netzwerk internationaler Investoren verkauft und damit das „Tafelsilber“ verscherbelt wurde.

Werner Gartner verwies darauf, dass erst durch die Anträge der SPD-Fraktion im Kreistag Bewegung reingebracht wurde, im Verkehr wie auch im Wohnungsbau. Sollte er im Herbst Bezirkstagabgeordneter werden, wolle er sich insbesondere für die Bereiche Kultur, Inklusion, Gesundheit und Pflege stark machen. "Gerade letztere sindThemen, die uns alle betreffen werden", meinte Gartner und verwies auf die Pflegekräfte, die künftig fehlen werden. Im Jahr 2030 könnten dies in Deutschland über eine halbe Million sein, wie eine aktuelle Studie Bertelsmann-Stiftung prognostiziert. Schon heute seien in Deutschland 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. 2050 werden es doppelt so viele sein. „Man sollte nicht vergessen: Pflege die Menschen im Alter so, wie du es später gerne selbst als alter Mensch hättest“, so Gartner.

Auf dem Bild: (v.l.): Ortsvorsitzende Dr Christine Mayerhofer, Werner Gartner und Alexandra Burgmaier.

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